Logo Paris Lodron Universität Salzburg

Lage und Topographie

 

Die 87,4 km2 große Insel Ägina (Αίγινα) liegt inmitten des Saronischen Golfes umgeben von Attika, Salamis und der Megaris im Osten und Norden sowie der nordöstlichen Peloponnes im Westen und Süden. Im Südosten liegt der einzige maritime Zugang zu den ägäischen Inseln, zu den Kykladen und in weiterer Folge zu Kreta.

 

Die Ausdehnung der Insel beträgt etwa 13 km von Westen nach Osten und 11 km von Norden nach Süden. Piräus und Athen liegen in einer Entfernung von rund 19 km in direkter Luftlinie von der Nordost-Spitze Äginas (=10,6 Seemeilen) entfernt. Von Ägina Stadt im Nordwesten der Insel beträgt die Entfernung 27,5 km oder 15 Seemeilen. Kürzer ist die Entfernung zur westlich und südlich gelegenen Peloponnes. Die weit vorkragende Halbinsel Methana ist nur etwa 8 km von der SW-Küste Äginas entfernt (ca. 4 Seemeilen). Epidaurus liegt hinter der etwas kleineren Insel Angistri im Westen in einer Entfernung von 26 km.

 

Ägina besteht aus einem mehrfach abgelagerten Vulkanbergland mit der höchsten Erhebung im Zentrum des Südteiles, dem 532 m hohen Oros. Der Norden der Insel besteht aus jüngeren, kalkig-mergeligen Sedimenten. Im Nordwesten entstand an der Küste einer fruchtbaren Ebene eine bedeutende Siedlung, deren Ursprung bis ins Neolithikum, wahrscheinlich bis ins Mittelneolithikum, zurückgeht. Für die Ansiedlung wählte man eine kleine Halbinsel, die etwa 200 m weit ins Meer reicht. Auf dieser Halbinsel und direkt im Süden im Anschluss daran, entstand der Hauptort der Insel, der mit Ausnahme der Jahrhunderte zwischen 900 bis 1800 n. Chr. bis heute an dieser Stelle lag und liegt. Der Platz wird heute aufgrund der einzigen noch aufrecht stehenden Säule des spätarchaischen Apollontempels als „Kap Kolonna“ (Kap Skenderotti) bezeichnet.


Impressum | Datenschutz | Sitemap
© Universiät Salzburg, FB Altertumswissenschaften/ Klassische und Frühägäische Archäologie, A-5020 Salzburg