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Forschungen 2002-2010

Im Zuge des „Stratigraphischen Projektes Ägina-Kolonna“ (Leitung: F. Felten) im Rahmen des Sonderforschungsprojektes SCIEM 2000 und als Kooperationsprojekt des ÖAI und der Universität Salzburg konnten in einer südlich an die bisher bekannte prähistorische Innenstadt anschließende Fläche neue Grabungen unter der örtlichen Leitung von W. Gauss und R. Smetana durchgeführt werden. Hierbei fanden sich unter einem spätbronzezeitlichen Töpferofen (LH IIIA) große Teile eines Gebäudes, das sich durch seine Anlage und Größe von den gewöhnlichen Wohnhäusern abhebt. Die Errichtung dieses sog. Großsteinbaus geht auf die frühe Mittelbronzezeit zurück. In ihm fanden sich qualitätvolle lokale sowie importierte kretische Keramik und lokal hergestellte Keramik kretischen Stils. Das Gebäude wurde bis in die späte Bronzezeit genutzt (LH I, ev. bis LH II).

 

Literatur: F. Felten et al., ÖJh 72, 2003, 41–65; ÖJh 73, 2004, 97–128; ÖJh 74, 2005, 7–37; – ÖJh 78, 2009; ÖJh 75, 2006, 9–38; ÖJh 76, 2007, 89–119; ÖJh 77, 2008, 47–76; ÖJh 78, 2009, 79–108; ÖJh 79, 2010, im Druck; W. Gauss: http://www.oeai.at/index.php/aegina.html

 

 

 

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt der Grabung in Ägina Kolonna lag 2002-2010 im Bereich des Westkomplexes am äußersten Westende des Kaps. Unter der Leitung von F. Felten und C. Reinholdt konnten die bis in neolithische Zeit reichenden Bau- und Nutzungsphasen des Areals systematisch untersucht werden. Aus der Frühen Eisenzeit (10./9. Jh. v. Chr.) fanden sich in einer massiven Steinpackung des 7. Jhs. v. Chr. einige Bestattungen, deren Steinmale bis ans Ende des 6. Jhs. v. Chr. sichtbar waren. Auch bei der anschließenden Errichtung des ersten Süd- und des Ostbaus wurden sie noch berücksichtigt. Symposiumskeramik und verschiedene Votivdepots geben Hinweise auf eine sepulkral-rituelle Nutzung, die in der 2. Hälfte des 5. Jhs. v. Chr. ein plötzliches Ende fand. Erst in hellenistischer Zeit kam es im Zuge einer baulichen Neukonzeption zu umfangreichen Baumaßnahmen v.a. im nördlichen Westkomplex, wo u.a. ein 15 m langes Bankettgebäude freigelegt werden konnte.

 

Literatur: F. Felten et al., ÖJh 72, 2003, 41–65; ÖJh 73, 2004, 97–128; ÖJh 74, 2005, 7–37; – ÖJh 78, 2009; ÖJh 75, 2006, 9–38; ÖJh 76, 2007, 89–119; ÖJh 77, 2008, 47–76; ÖJh 78, 2009, 79–108; ÖJh 79, 201

 


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